Biographie

1965 in Übelbach/Stmk geboren, Gymnasium in Graz, Bildnerische Erziehung bei Luis Sammer. Ab 1983 Studium der Theologie und Kunstgeschichte und 1991 zum Priester für die Diözese Graz-Seckau geweiht. Seit 1999 Pfarrer in Graz, im multikulturellen Bezirk Gries. Engagement für sozial Benachteiligte und Flüchtlinge. Seit seiner Studienzeit im zeitgenössischen Kunstdiskurs nicht nur als Kurator und Kunstvermittler tätig, sondern auch als eigenständiger Künstler. Während des Studienaufenthalts in Tübingen und München – Besuch der Kunstakademie in Stuttgart, Klasse Malerei bei Rudolf Schoofs.

Eine abstrakte, gegenstandsunabhängige Malerei bildet den Ausgangspunkt im künstlerischen Werk von Hermann Glettler. Auf die letzten großen Serien von Malerei und Grafik, von denen eine den bezeichnenden Titel „ausmalen“ trug, folgte eine Phase intensiver malerischer und konzeptueller „Überarbeitungen“ vorgefundener Bildmotive. Einige Zeit experimentierte Glettler mit Ballonskulpturen und deren fotografische Dokumentation, „balloons“. In den letzten Jahren konzentriert er sich hauptsächlich auf eine konzeptuelle Bearbeitung vorgefundener Bildträger (Poster, Teppiche, u.a.). Aus der Serie CUT OUTS wurden Teppiche mit scheibenartigen Ausnehmungen und Fotobearbeitungen erstmals im Jahr 2011 in Zagreb gezeigt.

Einzelausstellungen:

  • Köpfe, Katholische Hochschulgemeinde, Leechgasse Graz, März 1990
  • Malerei zum Verschwinden, St. Lambrecht, Initiative LAMBEART, Mai 1993
  • Malerei Malerei, Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz, März 1995
  • ausmalen, Kunsthalle Feldbach, März 2000
  • WHOLLY REAL, Kunstverein Zagreb, April 2011
  • crossfit, Bildungshaus St. Martin, Graz, März 2015

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):

  • fruits of balloons, Jahresausstellung, Galerie & Edition Artelier, Graz, 2000
  • Dimensionen des Kreuzes, Gerberhaus Fehring, April 2006 IRREALIGIOUS, Kulturzentrum Minoriten, Graz, September 2011
  • back to heritage: history, place, memory, Zadar, Mai 2012
  • Reliqte, Kulturzentrum Minoriten, Graz, Oktober 2015